Hier schreibt der Leutze Club

Nachtwache zum Gedenken an Emanuel G. Leutzes 150. Todestag

  • Dr. David Schnur, der neue Stadtarchivleiter, hielt die Eröffnungsansprache.
  • Der Leutze Club, Vertreter der Stadt Schwäbisch Gmünd und Gäste bei der Vigil, die in den Gmünder Stadtfarben gehalten wurde
  • Nachtwache zu Ehren Emanuel Leutzes 150. Todestag

Mit einer feierlichen Vigil wurde am 18. Juli an der Ecke Rinderbacher Gasse / Kalter Markt des 150. Todestages von Emanuel G. Leutze (1816-1868) gedacht. Es ist der Ort, wo bis 1891 sein Geburtshaus gestanden hatte.

Die Nachtwache begann mit dem Aufstellen eines rot-weißen Blumengesteckes vor der vor kurzem aufgestellten Leutze-Informationstafel und dem Anzünden vieler roter und weißer Öllichter, die auf dem Blumentrog platziert wurden.

Im Namen der Stadt begrüßte der neue Stadtarchivleiter Dr. David Schurr die Mitglieder des Leutze Clubs, Isabel Schmid-Gamarra, deren Mann Jürgen Schmid der heutige Eigentümer des Grundstückes ist, Museumsleiterin Dr. Monika Boosen, Anwohner der Leutzestraße und weitere Leutze-Interessierte.

"Leutze symbolisiert eine Brücke über den Atlantik."
Dr. David Schnur, Gmünds Stadtarchivleiter

In seiner Ansprache unterstrich Schurr, dass Leutze eine Brücke über den Atlantik symbolisiere. „Um dieser Brücke in die USA neues Leben zu schenken, begaben sich Heidrun und Peter Irre, Ulrike Köhler und Marilee Pittman Rothaupt auf eine Art Pilgerfahrt, um den Spuren Leutzes in den USA zu folgen“, so Schurr. Der Höhepunkt der Reise war das Aufstellen eines Kranzes im Auftrag der Stadt Schwäbisch Gmünd am Grab Leutzes auf dem Glenwood Cemetery in Washington, D.C. Am selben Tag, allerdings der Zeitverschiebung wegen, acht Stunden früher, war im 6660 Kilometer entfernten Schwäbisch Gmünd die zweisprachige Leutze-Informationstafel von Oberbürgermeister Richard Arnold und Organisatorin  Katharina Aubele enthüllt worden.

Heidrun Irre, Vorsitzende des Leutze Clubs, sprach über die Umstände des vorzeitigen und tragischen Todes des erst 52-jährigen Künstlers. Er brach an einem sehr heißen Sommertag zusammen, wurde bewusstlos und erlag am Abend einem Schlaganfall. Zwei Tage später wurde er auf dem idyllischen Glenwood Friedhof bestattet. Die rot-weiße Schleife, die den Kranz der Stadt Gmünd während der „Observance“ (Zeremonie) schmückte, brachten die Vertreter des Leutze Clubs wieder nach Gmünd zurück und dekorierten damit das Blumengesteck an der Rinderbacher Gasse. Sie symbolisiere das virtuelle Band zwischen dem Geburtsort Gmünd und der Grabstätte in Washington, D.C.

Den Mitgliedern des Leutze Clubs war es ein besonderes Anliegen, den sogenannten Sesquicentennial (150. Jahrestag) in Leutzes Geburtsstadt in würdevoller Besinnung zu begehen. 1968, zum 100. Todestag ehrte Schwäbisch Gmünd ihren berühmten Sohn mit einer Ausstellung, damals die erste Leutze-Einzelausstellung auf deutschem Boden und die zweite weltweit. Das Gmünder Museum befand sich damals noch in der Rektor-Klaus-Straße.

Beim Sektempfang, gesponsert von der Kreissparkasse Ostalb, kamen die Leutzeaner und Gäste ins Gespräch und genossen den angenehmen Sommerabend auf der Terrasse der Trattoria Goffredo neben dem Leutze-Gedenkstein.

 

 

© Leutze Club 04.08.2018 18:07
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