Kreisputzete am 23. März – schon angemeldet?

Bereits mehr als 18.400 Menschen sind dabei
  • Voller Einsatz: Bei der Kreisputzete kriechen die Freiwilligen auch mal durch das Unterholz, um an den Müll zu kommen. Foto:sp

Die wilden Müllablagerungen werden seit Jahren immer mehr: Deshalb ist es wieder soweit – die Flurputzete 2019 steht Ende März wieder an. Dort können sich Privatpersonen und Vereine aus der Region für eine saubere Umwelt einsetzen.


Ostalbkreis.
„Die Umwelt liegt in unserer Hand“, lautet das Motto des Landratsamts Ostalb am Samstag, 23. März. Denn die bereits 17. Kreisputzete steht dieses Jahr an. Und das Problem vom wilden Müll wird von Jahr zu Jahr immer größer. In Aalen sollen wegen den illegalen Müllablagerungen in Zukunft sogar spezielle Müllsheriffs für eine bessere Kontrolle eingesetzt werden. „Besonders die Containerstandorte für Altpapier und Glas werden immer mehr als wilde Müllkippe missbraucht“, stellte Aalens Oberbürgermeister Thilo Rentschler in diesem Zusammenhang fest.

Vermüllen wird teuer

Auch die Geldstrafen für Wilden Müll werden in Aalen dementsprechend erhöht – von 1000 Euro auf 5000 Euro. Viele andere Gemeinden im Ostalbkreis haben ebenfalls mit der illegalen Entsorgung des Mülls immer größere Probleme. Aber auch wenn man manchmal vom zweifelhaften Müllentsorgungs-Verhalten einiger Mitmenschen schockiert sein kann, so gibt es doch auch die „andere Seite der Müllmedaille.“

Der Einsatz bei der Kreisputzete hat im letzten Jahr rund 82 Tonnen wilden Müll zusammengebracht. Ungefähr 18.200 kleine und große Freiwillige haben mitgemacht beim Aufklauben von Abfall in der Landschaft. Das war ein neuer Rekord, verkündete die GOA nach der letztjährigen Veranstaltung.

Erfreuliche Rekorde

„Es ist bemerkenswert, dass sich so viele Menschen in immer neuen großartigen Rekordzahlen in ihrer Freizeit sinnvoll engagieren und dadurch das Gemeinschaftsgefühl nachhaltig stärken“, freute sich damals Schirmherr Landrat Klaus Pavel. Und das, obwohl es als Belohnung eben nur ein gutes Gewissen und anständiges Vesper oder einen Zuschuss für die Vereinskassen gibt.

Auch dieses Jahr ruft der Kreis wieder zum gemeinschaftlichen Saubermachen auf. Von Seiten des Landratsamts heißt es: „Flaschen, Baustoffe, Sperrgut oder sonstiger illegaler abgelegter Abfall liegen leider immer häufiger in der Natur und schädigen damit Boden, Pflanzen und Tiere.“ Um gegen dieses Verhalten vor zu gehen findet am Samstag, 23. März, im Ostalbkreis die Kreisputzete statt – unter dem Motto „Die Umwelt liegt in unserer Hand“.

Anmeldungen auf den Bürgermeisterämtern

Interessierte, die an der Kreisputzete teilnehmen möchten, melden sich im örtlichen Bürgermeisteramt an. Dort erhalten sie alle wichtigen Informationen zur diesjährigen Kreisputzete.

Und dieses Jahr haben sich bereits mehr Leute als im Vorjahr angemeldet, wie das Landratsamt des Ostalbkreises betont. „Bis jetzt haben sich bei der GOA 18.404 Bürgerinnen und Bürger für die Kreisputzete angemeldet, davon 7886 Kinder und Kindergartenkinder. Es ist erfreulich, dass sich auch dieses Jahr wieder so viele Bürger und Bürgerinnen freiwillig gemeldet haben, um in ihrer Freizeit die Natur von Abfällen zu befreien, und sich somit aktiv für unsere Umwelt einsetzen.“

GOA mit übergreifender Organisation

Die GOA übernimmt wie zuvor die übergreifende Organisation und liefert Handschuhe sowie Sammelsäcke an die Städte und Gemeinden aus, wurde mitgeteilt. Sie sorgt auch wieder dafür, dass der ganze eingesammelte Abfall abtransportiert und fachgerecht entsorgt wird. Und wer so fleißig war, soll auch nicht hungrig sein: Denn selbstverständlich gibt es wie jedes Jahr einen Zuschuss für die Vereinskasse oder ein Vesper für die fleißigen Helferinnen und Helfer spendiert.

Ausweichtermin

Bei schlechter Witterung muss, wie im Vorjahr, der Termin verschoben werden. Der Ausweichtermin ist am Samstag, 30. März. tw

© Gmünder Anzeiger 12.03.2019 15:48
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