Anderen helfen in der Krise

Hier gibts Hilfe für Bedürftige und Corona-Betroffene

Im gesamten Ostalbkreis herrscht Ausnahmezustand und viele Menschen sind auf die Hilfe anderer angewiesen. Brauchen Sie Hilfe, oder kennen Sie jemanden, der Hilfe benötigt? Wir haben einige Hilfsangebote für die einzelnen Orte zusammengefasst.

Ostalbkreis. Wer braucht Hilfe, wer bietet Hilfe? Die Corona-Pandemie schränkt zunehmend unseren Alltag ein. Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, ist das öffentliche Leben stark eingeschränkt. Gefährdete Gruppen, wie zum Beispiel Senioren, haben ein erhöhtes Ansteckungsrisiko. Derzeit organisieren sich verschiedene privat organisierte Hilfsaktionen im Ostalbkreis, um im Alltag Unterstützung zu leisten. Wir haben nachfolgend einige Hilfsdienste aufgelistet.

Auf zentralen Plattform auf Facebook wollen die Gmünder Tagespost und die Schwäbische Post die Angebote weiterhin bündeln. Dort können sich vom Coronavirus Betroffene schnell und unbürokratisch austauschen und vernetzen. Oder mit einem Beitrag um Hilfe bitten. Ganz nach dem Motto: Gemeinsam sind wir stark!

Malteser: Der Malteser Hilfsdienst bietet seinen Menüservice nun auch für Menschen in häuslicher Isolation an. Warme Mahlzeiten werden dabei nach Hause geliefert. „Bei Bedarf kann auch ein Einkaufsservice angeboten werden“, sagt Heiko Born. Ansprechpartner dafür sind die Pflegedienstleitungen, telefonisch zu erreichen in Aalen unter Tel. (07361) 9394-45 und in Ellwangen unter (07961) 9109-17.

Der Kreisverband Schwäbisch Gmünd des DRK stehe unter der Nummer (07171) 3506 32 zur Verfügung. Zu den Diensten gehöre neben dem Einkaufen auch das Ausführen von Haustieren. Ebenso können Telefonate im Fall von Einsamkeit oder Unsicherheit vermittelt werden. Die Stadt bittet darum, eine Stofftasche mit einer Einkaufsliste und den voraussichtlichen Kosten an die Tür zu hängen, um persönliche Kontakte zu vermeiden.

Die Verwaltung der Stadt Gmünd arbeite derweil an ihrem eigenen Helfernetzwerk „Gmünd hilft“. Es bestehe aus verfügbaren Mitarbeitern der Stadt und des Deutschen Roten Kreuz (DRK), Vereinsmitgliedern und Ehrenamtlichen. Mit „Gmünd hilft“ will die Stadtverwaltung Senioren und andere Bürger ohne Angehörige, die das Haus nicht verlassen können oder wollen, schützen und unterstützen. Für Anfragen an „Gmünd hilft“ gilt die Hotline (07171) 603 5030. Außerdem können sich Bürger an die Bezirksämter der Ortsteile wenden.

Nachbarschaftshilfe Großdeinbach: Wer zur Risikogruppe gehört oder älter als 60 Jahre, eine Vorerkrankung hat und nicht aus dem Haus kann, dem hilft die Nachbarschaftshilfe Großdeinbach. Die Nachbarschaftshilfe unterstützt beim Einkauf, erledigt wichtige Besorgungen oder geht mit dem Hund spazieren. Wer jünger ist als 35 Jahre darf auch gerne mithelfen und sich bei der Nachbarschaftshilfe anmelden. Telefonisch erreichen kann man die Nachbarschaftshilfe unter der 0176 311 851 76

Bettringen: Ortschaftsrat, Bürgerverein und Stadtteilkoordination von Bettringen bietet Menschen, die momentan das Haus nicht verlassen können/sollen, Hilfe an. Sie können von Montag bis Donnerstag zwischen 9.Uhr und 12.00 Uhr beim Bezirksamt Bettringen unter der Telefonnummer (07171) 805466 (oder 83399 oder 86124) anrufen und Ihre Bestellung durchgeben. Noch besser ist es allerdings, wenn Sie diese Bestellung per E-Mail an bezirksamt.bettringen@schwaebisch-gmuend.de durchgeben. Benötigt wird neben den Artikeln in der gewünschten Menge Name, Adresse und Telefonnummer und verwenden diese Angaben auch nur zur Abwicklung Ihrer Bestellung, die spätestens einen Tag vor der Auslieferung bis 12 Uhr vorliegen muss. Die Einkäufe werden entweder dienstags oder donnerstags geliefert. Näheres erfahren Sie unter der angegebenen Telefonnummer immer zwischen 9 Uhr und 12 Uhr.

Waldstetten/Wißboldingen: Die Gemeinde Waldstetten und die Sportler´von den Fußballern des TSGV Waldstetten und den Wißgoldinger Handballern bei der HSG Winzingen-Wißgoldingen- Donzdorf sind bereit, nicht nur Medikamente und Lebensmittel zu besorgen, sondern auch mittels Telefondienst Kontakte zu pflegen, um der Vereinsamung der Risikogruppen vorzubeugen. Koordiniert wird der Helferdienst von der Quartiersmanagerin Magdalene Rupp (Mail-Adresse: magdalene.rupp@haus-lindenhof.de und Rufnummer: (07171) 403-57).

Angebote laufen zentral zusammen

Iggingen: Der KjG-Iggingen möchte hilfsbedürftigen Mitbürgern unter die Arme greifen. Etwa indem sie die Möglichkeit bieten Einkäufe im Supermarkt, Metzger, Bäcker, Gemüse-/ Obstladen oder Apotheke zu erledigen. Ansprechpartner sind: Felix Leinmüller: Tel.: 0176 99639225, E-Mail: felix.leinmueller@gmail.com; Felix Schöttle: Tel.: 0151 61873633, E-Mail: felix_schoettle@gmx.de

Heubach: In Vorbereitung auf die kommenden Wochen, hat die Stadtverwaltung Heubach eine Nachbarschaftshilfe aufgebaut. Damit sollen Personen unterstützt werden, für die auf Grund des Alters oder von Vorerkrankungen ein besonderes. Fühlen Sie sich gesundheitlich dazu in der Lage, gehören nicht zur Risikogruppe und möchten in dieser aktuellen Situation gerne helfen?
Ihre Hilfe ist z.B. in folgenden Bereichen gefordert: Erledigungen von Einkäufe des täglichen Bedarfs, Gassi gehen mit dem Hund, wichtige Schriftstücke zur Post/Amt bringen, Arzneimittel bei der Apotheke abholen, telefonisch Kontakt halten „Geht es Ihnen heute gut?“ Alle Hilfsangebote und Hilfsanfragen laufen zentral im Familienbüro der Stadt Heubach zusammen: Tel.-Nr. 07173/181-45 oder E-Mail an familienbuero@heubach.de. Die Telefonnummer ist ab Montag, den 23. März täglich von 8 Uhr bis 18 Uhr erreichbar

Rehnenhof/Wetzgau: Auch im Stadtteil Rehnenhof/Wetzgau gibt es auch das Angebot von „Gmünd HILFT“. Die Lebensmittel werden bei einem ortsansässigen Supermarkt gekauft. Größere Mengen an Lebensmitteln oder Verbrauchsgütern können allerdings nicht eingekauft werden. Auch wird ein Apothekendienst übernommen - wichtige Medikamente können gegen Rezept und entsprechende Gebühren überbracht werden.
Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils Rehnenhof/Wetzgau, die diesen Service nutzen möchten, wenden sich bitte an folgende Rufnummer 0151-18983943. Bestellungen können von Montag bis Freitag zwischen 8und 12. Uhr angenommen werden. Unter dieser Telefonnummer können sich auch weitere freiwillige Helfer melden, die Einkaufsdienste übernehmen wollen.

gt/tw

© Gmünder Anzeiger 24.03.2020 16:58
Ist dieser Artikel lesenswert?